100% Ausbeute bei Zitrusschalen-Abrieb – so bleibt die Reibe sauber

Wie beim Abreiben von Zitrusfrüchten die Reibe sauber bleibt und die Ausbeute höher wird

Ob beim Kochen oder Backen, jeder kennt eine Vielzahl von Rezepten, in denen die abgeriebene Schale von Zitronen, Orangen oder Limetten Verwendung findet. Für mich war das immer eine ziemlich große Frustration, weil gerade bei kleineren Früchten, wie z.B. Limetten, ein großer Teil der Schale in den Rillen der Reibe hängen blieb. Jetzt mußte ich sehr mühevoll versuchen, den Abrieb aus den Rillen zu entfernen, um auch wirklich die benötigte Menge zur Verfügung zu haben.

Reibe verstopft durch Abriebreibe-verstopft

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Heute gehört dieses Problem zum Glück der Vergangenheit an, denn mit einem ganz einfachen und fast kostenlosen Trick setzt sich so gut wie nichts mehr in der Reibe fest.

Ich nehme einfach ein Stück Backpapier, etwas größer als die Reibefläche,und lege es über die Reibfläche. Jetzt reibe ich die Zitrusfrucht komplett statt auf der blanken Reibefläche auf dem Papier über der Reibfläche. Dabei drücken sie die Reibezähne durch das Backpapier und das Reiben geht genauso leicht wie ohne. Zum Schluß entferne ich das Papier, der Schalenabrieb befindet sich jetzt größtenteils auf dem Backpapier und kann mit einem Messer abgeschabt werden. Die Reibe ist so gut wie sauber und ich habe 100% des Abriebs für mein Rezept.

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Eisige Früchtchen beschwipst – Früchte Verwertung

Früchte Verwertung mit Schuß

Das ganze Jahr nichts und dann 8 Wochen viel zu viel auf einmal. So geht es bestimmt den meisten `Hobbyobstanbauern´ die mit viel Enthusiasmus so mancherlei Früchte an Bäumen und Beerensträuchern in ihrem Garten anbauen.
Nachdem also auch ich bei schönsten sommerlichen Temperaturen tagelang in der Küche verbracht habe und jede nur erdenkliche Marmeladenkomposition gekocht habe, beschloß ich, alle weiteren Früchte einzufrieren und erst zu verarbeiten, wenn sämtliche Gläser geleert und der komplette Marmeladenvorrat aufgegessen war. Schließlich wollte ich nicht wie meine Oma früher in die Verlegenheit kommen, 5 Jahre alte Marmelade essen zu müssen, die weder appetitlich aussah noch wirklich gut schmeckte.

Früchte verwerten: Marmelade mit SchussWie lange es allerdings dauern würde, die Füchte aus dem Eis zu befreien, war mir trotz täglichem Verzehr und gelegentlichem Verschenken nicht klar.Nach 1 1/2 Jahren mußten als erstes die tiefgekühlten Aprikosen dran glauben. 1,5 kg Früchte und 500g Gelierzucher ergaben genau 9 Gläser Marmelade und ein kleiner Rest, der nach Abkühlung zum Sofortverzehr bestimmt war. Am nächsten Morgen beim Frühstück kam dann die traurige Ernüchterung. Die Marmelade schmeckte alles andere als frisch und fruchtig. Sie hatte einen merkwürdigen Beigeschmack, der leider dem sonst intensiven Aprikosenaroma sehr abträglich war.

Was nun? Ich hatte doch noch einige Früchte im Tiefkühler liegen. Nach einigen Recherchen konnte ich herausfinden, dass man Früchte nicht länger als 6 Monaten auf Eis legen soll, da sonst das Aroma stark leidet. Würde das jetzt bedeuten, ich könnte meinen restlichen Vorrat nicht mehr verwerten?
Eine Bekannte, die gelernte Hauswirtschafterin ist, verriet mir einen Trick. Zum Obst gibt man beim Marmelade-kochen eine intensive Geschmackskomponente, wie z.B. Schnaps oder Likör, hinzu. Dadurch wird der negative Beigeschmack, der durch das zu lange Tiefkühlen entstanden ist, überdeckt und oft wird das Fruchtaroma verstärkt.

Gesagt, getan, im Internet bin ich auf Rezeptsuche gegangen und auch fündig geworden. Süßkirschen haben ein frisches und sehr intensives Aroma bekommen durch Saft und abgeriebene Schale einer Limette und 200 ml Amaretto. Ein wahres Geschmacksfeuerwerk entstand durch die Zugabe von 80g Zartbitterschokolade und 60 ml Espresso auf 1 kg Kirschen. Johannisbeeren habe ich einmal mit 200 ml Cassis und einmal mit 200 ml halbtrockenen Rieslingsekt und dem Mark einer halben Vanillestange veredelt.
Natürlich lassen sich auch frische Früchte derart `beschwipst´ verfeinern, für alle die sich schon auf die kommende Erntezeit freuen.