Zeitersparnis in der Weihnachtsbäckerei

Alle Jahre wieder…

Jetzt ist es wieder so weit, die Aventszeit ist da und diese mit scheinbar unendlich vielen Traditionen besetzte Zeit treibt jedes Jahr, auch im Zeitalter von Hochtechnisierung, in allen Lebensbereichen Frauen dazu, ihre Familie mit selbstgebackenen Plätzchen zu verwöhnen. Ungeachtet der totalen Überforderung – und jedes Jahr erneut beschworener Vorsätze, im nächsten Jahr alles anders zu machen.
Zeiterspanis beim Backen von WeihnachtsgebäckBeim Durchlesen diverser Backrezepte ist mir aufgefallen, wie wenig sich Fortschritt und Technik in diesem Bereich durchgesetzt haben. Wie bei unserer Urgroßmutter wird z.B. das Spritzgebäck durch einen mit Handkurbel betriebenen Fleischwolf mit Muskelkraft und „sehr“ langsam gedreht, als gäbe es heute nicht wesentlich effektivere Möglichkeiten.
In vielen Rezepten wird immer noch angeraten, den Teig mit Hilfe von 2 Teelöffeln zu portionieren oder von Hand mit einem Messer auf Oblaten zu streichen. Außer einem elektrischen Handrührer scheint an den Autoren von Backbüchern jeder technische Fortschritt vorbeigegangen zu sein und der Zeitbedarf zum Herstellen von weihnachtlichen Köstlichkeiten ist noch der Gleiche wie bei unseren Großmüttern.

Weil ich leider weniger Zeit für diese Aufgabe zur Verfügung habe, werden bei mir alle Rezepte so überarbeitet, dass sie so schnell und praktisch wie möglich zu bewerkstelligen sind – und die Möglichkeit sind schier grenzenlos.

Fast alle Teige lassen sich statt mit 2 Teelöffeln ebensogut mit einem Spritzbeutel portionieren, das geht sehr schnell und hat den Vorteil, dass die Plätzchen eine einheitliche Größe haben und somit auch die gleiche Backzeit. Der Spritzbeutel sollte aber nicht zu klein und die Aufsätze aus Metall sein, selbst das Portionieren des Zimtwaffelteiges erledige ich mit Spritzbeutel. Ich spritze 2 Teigschlangen auf das Waffeleisen, kann sofort herunterdrücken und alle Waffeln werden gleichmäßig groß.

Weitere Möglichkeiten für Zeitersparnis in der Weihnachtsbäckerei:

Spritzgebäck wandert generell in den elektrischen Fleischwolf. Und statt für Buttergebäck einzelne Ausstecher zu verwenden, gibt es diese in Rollenform (wie eine Teigrolle), die haben neben der schnellen Handhabung den Vorteil, dass keine Reste übrig bleiben, die immer und immer wieder ausgerollt werden wollen.
Plätzchenroller Weihnachtsbäckerei
Teig zwischen 2 Folien auszurollen, hat gleich eine Vielzahl von Vorteilen: er klebt weder an der Teigrolle noch auf der Arbeitsfläche fest, es müssen nicht noch Unmengen von Mehl zugefügt werden und die Küche bleibt sauber, womit ja auch die Zeit für Putzen eingespart ist.
So läßt sich bestimmt noch viel Zeitsparpotential entdecken, für neue gute Anregungen bin ich immer offen.


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